Geologie


Alle Werke der WKS produzieren Kies und Sand aus dem Wesertal zwischen Nienburg im Norden und Hameln im Südosten. Ihre Entstehung verdanken diese Kies- und Sandvorkommen grösstenteils geologischen Vorgängen während der letzten Eiszeit – der Weichsel-Eiszeit -, die vor etwa 100 000 Jahren begann und um 8000 v. Chr. endete.

Während der Weichsel-Eiszeit hatten sich enorme Eismassen von Skandinavien bis in den Raum nördlich von Hamburg vorgeschoben. Südlich der Gletscherfront herrschte ein „sibirisches“ Klima, das für eine intensive Frostverwitterung der Gesteine in den Mittelgebirgen sorgte. An den Talhängen der Weser und ihrer Nebenflüsse – vom Thüringer Wald bis hin zum Weser-Wiehengebirge – entstanden dabei gewaltige Mengen von Gesteinsschutt, der dann von der eiszeitlichen Weser stromabwärts transportiert wurde.

Bei seiner Reise im Fluss wurde dieser ursprünglich scharfkantige Schutt zerkleinert und gerundet. Felsbrocken verwandelten sich in Kiesgerölle und feinen Sand, die bei nachlassender Strömung als Kies- und Sandbänke im Flussbett wieder abgesetzt wurden. Nach und nach wuchsen diese Bänke zu einer breiten Schotterflur zusammen, die sich in unserer Region als Niederterrasse an der Weser entlang zieht. Die Mächtigkeit der abbauwürdigen Kiessande bewegt sich zwischen 5 und 15 m.

 

 Der geologische Kartenausschnitt veranschaulicht die Verbreitung der eiszeitlichen Kies- und Sandablagerungen im Süden des Wesergebirges zwischen der Porta Westfalica im Westen und der Stadt Hessisch Oldendorf im Osten. Das Wesergebirge ist auf der Karte als blaues Band erkennbar. Kartenmaßstab 1:100000. Die gestrichelte rote Linie markiert die ungefähre Südgrenze der  Kies- und Sandvorkommen.
Die Karte (Blatt C 3918 Minden) mit zugehörigem Erläuterungsheft ist erhältlich beim Geologischen Dienst NRW, De-Greiff-Str. 195, 47803 Krefeld.

 

 

 

 Der nebenstehende Ausschnitt aus der Geologischen Karte 1:100000 verdeutlicht die enorme Breite (bis zu 5 km !) des während der Weichseleiszeit geformten Wesertales. Die eingezeichneten roten Linien verlaufen entlang des westlichen und östlichen Randes der Niederterrasse. Deren Kies- und Sandvorkommen ragen weit über die heutige Flussaue der Weser hinaus.

Die Karte (Blatt C 3918 Minden) mit zugehörigem Erläuterungsheft ist erhältlich beim
Geologischen Dienst NRW, De-Greiff-Str. 195, 47803 Krefeld.